Stärkung der regionalen Wettbewerbsfähigkeit durch Forschung, technologische Entwicklung und Innovation

Die Relevanz der Förderung von Forschung, technologischer Entwicklung und Innovation für Oberösterreich gründet auf die hohe Bedeutung der produzierenden Wirtschaft sowie industrieorientierter Dienstleistungen für Wachstum, Beschäftigung und Wertschöpfung in Oberösterreich. Im globalen Standortwettbewerb werden Forschung und Innovation in Zukunft noch stärker als bisher für die Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen in hoch entwickelten Regionen wie Oberösterreich sein.

Wie die Analyse der relevanten Daten zeigt, werden Investitionen in Forschung, Entwicklung und Innovation in Oberösterreich maßgeblich von den Unternehmen finanziert, was in besonderem Maße die Relevanz von Forschung und Innovation für den Wirtschaftsstandort Oberösterreich unterstreicht. Dem gegenüber fallen die öffentlichen Ausgaben für Forschung und Innovation von Landes- und Bundesseite relativ gering aus. Umso wichtiger ist die zielgerichtete Nutzung von europäischen Mitteln.

Die F&E-Quote Oberösterreichs lag 2009 bei 2,59 Prozent, was im Bundesländervergleich den vierten Rang hinter der Steiermark, Wien und Tirol darstellt. Die österreichweite F&E-Quote lag bei 2,72 Prozent. Die Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, die F&E-Quote bis 2020 auf 3,76 Prozent zu steigern. Um das zu erreichen, sind gerade in Oberösterreich zukunftsweisende Investitionen mit größtmöglicher Hebelwirkung erforderlich, wie etwa die Schaffung bzw. der Ausbau von industrierelevanten Forschungsinfrastrukturen, welche langfristige Effekte zur Folge haben. Auch gilt es in Hinblick auf die Wertschöpfungs- und Beschäftigungseffekte, eine Intensivierung der Kooperationen zwischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen verstärkt zu stimulieren.